Wie plant man die perfekte Anschlussfinanzierung?

Der richtige Zeitpunkt

Sie bewohnen Ihr Eigenheim schon einige Jahre und die erste Finanzierungsrunde neigt sich dem Ende zu. Was geschieht jetzt mit der Restschuld und wie sieht die perfekte Anschlussfinanzierung aus? Wir erklären Ihnen im Folgenden, was es zu beachten gibt und wo Sie kräftig sparen können.

Neue Konditionen und Zinsen: Besser, günstiger, niedriger
Eins vorab: Sie sind nicht gezwungen, für die Anschlussfinanzierung bei Ihrer Hausbank zu bleiben! Eine Prolongation ist wahrscheinlich nicht die günstigste Alternative zur Fortführung Ihrer Baufinanzierung. Besser ist es in der Regel, sich nach einer Umschuldung zu erkundigen.

Wenn Sie die Restschuld mit einer anderen Bank finanzieren, können Sie auch neu über Konditionen verhandeln und sich das vergleichsweise günstigste und beste Angebot hierfür sichern. In der Regel ist der Wert Ihrer Immobilie nach dem Erwerb gestiegen. Bei der Umschuldung wird er neu bemessen und mit dem gestiegenen Wert sinkt das Risiko der Bank. Sprich: Sie können mit günstigeren Konditionen und niedrigeren Zinsen rechnen.

Umschuldung: Ganz einfach
Sie benötigen nur die Unterlagen zu Ihrer Immobilie, eine Selbstauskunft und Ihre Gehaltsabrechnung. Damit suchen Sie Ihren Betreuer auf. Auch die Kosten halten sich in Grenzen: In den meisten Fällen wird einfach die Grundschuld abgetreten und die neue Bank ins Grundbuch eingetragen. Damit haben Sie nichts zu tun, das erledigen die Banken unter sich. Hierbei können Notar- und Grundbuchgebühren entstehen, abhängig von der Restschuld des Altdarlehens.

Das lohnt sich also schon, wenn der Zins Ihrer neuen Finanzierung besser ist als der alte. Dann haben sich die Kosten schnell ausgeglichen. In der Regel sind solche Gebühren schnell wieder eingespielt.

Unser Tipp: Manche Banken bieten an, diese Gebühren zu übernehmen. Prüfen Sie die Angebote daraufhin – oder lassen Sie sie von Ihrem Betreuer vergleichen.

Nicht zu lange warten und vorausschauend planen
Wenn Sie die Anschlussfinanzierung zu lange verschleppen, bleibt Ihnen am Ende nur noch die Wahl, Ihre Hausbank weiter damit zu beauftragen. Das ist verschenktes Geld. Notieren Sie sich zwei wichtige Termine, zu denen die Umschuldung der laufenden Baufinanzierung problemlos möglich ist:

– Beim Auslaufen der Sollzinsbindung

– Nach zehn Jahren Zinsbindung (plus 6 Monaten, wenn Festschreibung länger läuft)

Experten raten, etwa fünfeinhalb Jahre vor Ende der Zinsbindung nach einer Anschlussfinanzierung Ausschau zu halten. Ab 60 Monaten im Voraus bieten Banken ein Forward-Darlehen an, mit dem sich die aktuell günstigen Zinskonditionen schon im Voraus für die spätere Anschlussfinanzierung sichern lassen.

Achtung: Kündigen Sie das bisherige Darlehen auf keinen Fall, bevor Sie das neue sicher haben!

Das kostet alles Zeit und Mühe: Die Konditionen vergleichen, Zinsen und Gebühren berechnen, die richtige Bank finden. Wir helfen Ihnen bei der Suche nach der perfekten Anschlussfinanzierung. Bitte kontaktieren Sie uns!